Ständig Lust auf Süßes? 7 einfache Wege die Zuckersucht zu stoppen

Ständig Lust auf Süßes? 7 einfache Wege, deine Zuckersucht zu stoppen

Viele Menschen kennen das:
Kaum ist das Mittagessen vorbei, meldet sich schon die Lust auf etwas Süßes. Schokolade, Kekse oder ein Stück Kuchen scheinen plötzlich unwiderstehlich.

Doch wenn du ständig Lust auf Süßes hast, steckt oft mehr dahinter als nur Gewohnheit. Häufig sind es Blutzuckerschwankungen, Stress oder ein Nährstoffmangel, die diesen Heißhunger auslösen.

Die gute Nachricht:
Es gibt einfache Wege und ganz natürliche Wege, die Zuckersucht zu stoppen und den Körper wieder in Balance zu bringen.

Warum wir ständig Lust auf Süßes haben

Blutzuckerschwankungen

Wenn der Blutzucker schnell steigt und wieder fällt, verlangt der Körper nach neuer Energie – meist in Form von Zucker. Bedeutet: Wenn wir uns nicht ausgewogen ernähren und den Körper nicht mit allen Nährstoffen versorgen, die er braucht, regiert er der Lust auf Süßes. Ein Beispiel: Du isst zu Mittag sehr weich gekochte Pasta mit Käsesauce. 

Stress

Bei Stress schüttet der Körper Cortisol aus. Viele Menschen greifen dann instinktiv zu Süßem, weil es kurzfristig beruhigt.

Schlafmangel

Zu wenig Schlaf verändert Hungerhormone und verstärkt das Verlangen nach Zucker. Du kennst das vielleicht nach einer „durchzechten“ Nacht. 

Gewohnheiten und emotionale Muster

Das ist eine der am wenigsten beachteten Ursachen, doch meiner Meinung nach eine der Wesentlichsten: Süßes wird oft mit Belohnung oder Trost verbunden. Und das gilt nicht nur für Süßes, sondern für alle Süchte. Wir greifen zu „Suchtmitteln“, wenn wir Schmerz spüren, den wir nicht spüren möchten. Das ist ein Coping Mechanismus, also eine Verdrängung. Schmerz zu spüren ist unangenehm und wurde uns nicht gelehrt. 

Was bedeutet Zucker für mich?

Zunächst möchte ich definieren und klarstellen, was ich unter Zucker verstehe. Wenn ich in diesem Beitrag von Zucker spreche, meine ich ausschließlich industriellen Zucker. Also Industriezucker und auch industriell hergestellte Zuckerersatzstoffe wie beispielsweise kalorienfreie Süßungsmittel. Unter Zucker meine ich nicht natürlichen Fruchtzucker aus Obst, naturreinen Honig oder beispielsweise Dattel- oder Ahornsirup ohne Zuckerzusatz. 

Ist Zucker wirklich eine Sucht?

Zucker aktiviert im Gehirn ähnliche Belohnungszentren wie andere Suchtstoffe. Deshalb kann es sich tatsächlich wie eine Zuckersucht anfühlen, wenn man versucht, darauf zu verzichten.

Die gute Nachricht:
Der Körper kann lernen, weniger Zucker zu verlangen, wenn wir ihm geben was er wirklich braucht. Und das verlangt unsere aktive Aufmerksamkeit, indem wir beginnen zu fühlen und der Ursache auf den Grund gehen.

Einfache Wege, deine Zuckersucht zu stoppen

1. Stabilisiere deinen Blutzucker

Iss regelmäßig Mahlzeiten, die dich rundum mit allem versorgen, dass dein Körper braucht: mit Eiweiß, gesunden Fetten und Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Wenn du deinem Körper regelmäßig nährstoffreiche Lebensmittel gibst, lässt der Drang nach Süßem oft von selbst nach. Achte auch darauf, ob du mit allen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt bist und Nahrungsergänzungen zu dir nimmt, die dein Körper aufnehmen kann.

2. Starte den Tag ohne Zucker

Ein zu süßes Frühstück, zum Beispiel auf Basis von Weißmehlprodukten mit Marmelade, Schokoladencremes und ähnlichem oder gezuckerte Fertigmüslis verstärken Heißhungerattacken im Laufe des Tages. Nicht, wenn du dein Müsli selbst zubereitest und mit Honig versüßt.

3. Achte auf versteckten Zucker

Viele Fertigprodukte enthalten überraschend viel Zucker. Das gleiche gilt für Soft-Drinks.

4. Reduziere Stress

Atemübungen, Spaziergänge, Yoga oder Meditation können Heißhunger deutlich reduzieren.

5. Schlafe ausreichend

7–8 Stunden Schlaf helfen, Hungerhormone zu regulieren.

6. Trinke genug Wasser

Manchmal wird Durst als Hunger wahrgenommen. Trinke ausreichend stilles Wasser über den Tag verteilt.

7. Natürliche Zuckeralternativen

Besonders kann ich BIO Datteln, und hier ins besonders Medjool Datteln empfehlen, die dich nicht nur mit Süße versorgen, sondern auch langfristiger Energie, Vitaminen und gleichzeitig positive Effekte auf Schilddrüsenerkrankungen haben. Ebenso naturreiner Honig sowie biologisches Obst.  

Was hinter starkem Heißhunger wirklich stecken kann

Auch ich habe Heißhungerattacken erlebt. Am häufigsten in Momenten von Stress, wenn ich mit Nährstoffen unterversorgt war (was meiner Meinung nach eine Begleiterscheinung von Stress ist) vor der Periode und ganz einfach durch Gewohnheit bzw. Sucht. 

Als ich damals Hashimoto hatte und mein gesamtes System „im Keller“ war, wurden mir vom Arzt Nahrungsergänzungsmittel verschrieben. Ich nahm sie ein, doch auch sie veränderten meine Blutwerte kaum. Ich probierte dann andere Alternativen und bin auch natürliche Nahrungsergänzungen gestoßen, die umgehend eine Veränderung bewirkten. Vor allem eine Rundum-Versorgung mit allen wesentlichen Vitaminen- und Mineralstoffen zum Trinken tat mir besonders gut. Und was geschah war, dass sich die täglichen Heißhungerattacken von selbst regulierten.

Viele Menschen versuchen Heißhunger mit Disziplin zu bekämpfen, doch oft braucht der Körper einfach mehr Balance und Unterstützung. In meiner Arbeit sehe ich immer wieder, dass Heißhunger nicht nur körperliche Ursachen hat, sondern auch mit emotionalen oder energetischen Themen verbunden sein kann. Wenn du dich bewusst fragst – bevor du zur Schokolade greifst, was dir wirklich fehlt, was dich gerade stresst, dir Angst macht oder Schmerz in dir auslöst, kommst du Schritt für Schritt an die wahre Ursache heran.

Wenn diese Ebenen wieder ins Gleichgewicht kommen, verändert sich oft auch der Umgang mit Essen ganz natürlich.

Meine persönlichen Tipps bei Heißhunger auf Süßes

Ich habe all die oben angeführten Tipps in mein Leben integriert und kenne Heißhungerattacken kaum noch. Doch wir leben hier als Mensch und erfahren immer wieder im Alltag neue Situationen, die uns herausfordern, stressen und schmerzen. Und dann ist bei uns Frauen noch das Thema mit den Hormonen und dem Zyklus. Und so gibt es auch bei mir vereinzelt Tage, an denen ich punktuell Lust auf Süßes habe. Dazu kann ich dir folgende Tipps geben:

  1. Habe immer ausreichend von Lebensmitteln mit natürlichem Zucker zu Hause: frisches, saisonales Obst, Honig und Datteln. Und iss dich erstmal damit satt.
  2. Habe nie Naschereien auf Vorrat griffbereit, sodass du nicht einfach gleich zur Maßnahme greifst. 
  3. Bevor du zu chemischem Zucker greifst werde dir der Ursache bewusst und entscheide dann ob du wirklich deinem Körper zusätzlich schaden möchtest?
  4. Gibt es Alternativen, die dir gerade guttun können? Eine wohltuende Massage? Ein Dampfbad? Eine warme Badewanne? Ein Tee? Ein Spaziergang? Ein Telefonat mit der besten Freundin? Eine Atemübung? Wasser? Ein Nähstoffcocktail oder frisch gepresster Saft?

Fazit

Wenn du ständig Lust auf Süßes hast, bedeutet das nicht, dass dir Willenskraft fehlt. Häufig sendet dein Körper einfach ein Signal, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Mit kleinen Veränderungen im Alltag kannst du den Kreislauf aus Zucker und Heißhunger Schritt für Schritt durchbrechen.

Wenn du deinen Körper besser verstehen und nährstoffreich versorgen möchtest, findest du in meinem Buch „Medizin der Zeit“ viele leckere Kochrezepte und praktische Schritte für deinen Alltag.

Alles Liebe,

Marlene

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